Weiterbildung zur
"Fachkraft für Reggio-Pädagogik"
Im Mittelpunkt der Reggio-Pädagogik steht das Kind als Forscher, Entdecker, Künstler und Konstrukteur von Wissen, Können und personaler Identität. Es setzt sich mit der gegenständlichen, sinnlich-ästhetischen Welt aktiv auseinander und gibt ihr Sinn. Die Vielfalt seiner Entdeckungen und phantasievollen Ideen drückt das Kind in „100 Sprachen“ aus. Es tritt damit in Beziehungen zu anderen Personen, Kindern wie Erwachsenen; es baut emotionale Netzwerke auf und nutzt diese für gemeinsame Aktionen und „Ko-Konstruktionen“.
Die Reggio-Pädagogik löst Begeisterung und Faszination aus, weil sie in der Verknüpfung von Aktion und Emotion, Individualität und sozialer Interaktion die Grundlage von Bildungsprozessen sieht.
Die Reggio-Pädagogik gilt international als konsequentester und besonders kindorientierter Ansatz zur Umsetzung des Bildungsauftrags in Kindertagesstätten.
Sie wurde in den 1960er Jahren im norditalienischen Reggio Emilia entwickelt und hat seither die elementarpädagogische „Landschaft“ in vielen Ländern geprägt und auch die Bildungspläne der Bundesländer in Deutschland beeinflusst.
Die Reggio-Pädagogik ist kein übertragbares Modell, sondern eine unter verschiedenen Bedingungen realisierbare „Erziehungsphilosophie“. Reggio-orientiert zu arbeiten, ist selber ein Projekt, das eines Teams als einer „lernenden Organisation“ bedarf.
© RCA | Letzte Aktualisierung am Samstag, 10. Feb. 2010 |